Toyota Motor Corporation SNS-Betriebsverwaltungssystem "TOYOTA Social Hub": UI/UX-Design und Systementwicklung

Großangelegtes SNS-Betriebsverwaltungssystem "TOYOTA Social Hub", realisiert durch prototypenbasierte Entwicklung

Eine Webanwendung "TOYOTA Social Hub", die den Betrieb der offiziellen SNS-, PR- und E-Mail-Magazin-Kanäle von Toyota zentral verwaltet – von der Erfassung über die Einreichung von Materialien, Testveröffentlichungen, Freigaben und die Kontrolle nach der Veröffentlichung bis zur Erfolgsmessung. Die Lösung richtet sich an mehrere Abteilungen, das Betriebssekretariat und Freigabeberechtigte.

Ein kleines Entwicklungsteam hat den Prototyp im engen Austausch mit den realen Arbeitsabläufen iterativ weiterentwickelt. Ziel war eine Benutzeroberfläche, die komplexe Freigabeprozesse und plattformspezifische Vorgaben abbildet und von mehr als 200 Beteiligten (Stand: 21. August 2026) ohne Umwege genutzt werden kann.


Projektübersicht

Für dieses Projekt, dessen Projektverantwortung bei der Toyota Konic Pro Corporation liegt, war Liberogic für UI/UX-Design und Systementwicklung verantwortlich.

Das System bildet die komplexen Abläufe rund um Veröffentlichungen in einer einzigen Anwendung ab: Erfassung von Projekten, Abstimmung der Veröffentlichungstermine, Einreichung von Materialien, Testveröffentlichungen, mehrstufige Freigaben, Kontrolle nach der Veröffentlichung sowie Erfolgsmessung und Reporting.

Ausgangslage und Herausforderungen

Bisher wurden Veröffentlichungsanfragen, Abstimmungen und Freigaben für SNS, PR und E-Mail-Magazine jeweils über Excel, E-Mail oder mündliche Absprachen abgewickelt.

Da zwischen zahlreichen Mitarbeitenden, dem Betriebssekretariat und den Freigabeberechtigten viele E-Mails parallel liefen, war der Status laufender Projekte schwer nachzuvollziehen. Zudem entstanden durch wiederholte Korrekturen und Rückfragen lange Abstimmungsschleifen.

Hinzu kam, dass für jede SNS-Plattform andere Vorgaben gelten, etwa zu Beitragsformat, Zeichenanzahl, Bild- und Videoformaten sowie Veröffentlichungszeiten. Gefragt war daher nicht nur eine Datenerfassung, sondern ein System, das plattformspezifische Bedingungen und den Freigabestatus korrekt abbildet. Dafür wurden mehrere Lösungsansätze verglichen, darunter der Einsatz bestehender SaaS-Produkte und die Anbindung an vorhandene Projektmanagementsysteme per API.

Moderner technischer Aufbau

Für das Frontend setzen wir Next.js und Cloudflare Workers ein, für Backend, Datenbank und Authentifizierung nutzen wir Supabase.

Durch die Kombination von Managed Services und serverlosen Technologien haben wir eine Architektur geschaffen, die Entwicklungs- und Betriebsteams nicht unnötig vergrößert und sich leicht an zukünftige Funktionserweiterungen und Betriebsänderungen anpassen lässt.

Prototyping-orientierte Entwicklung im kleinen Team

Bei Geschäftssystemen wie dem TSH kann es passieren, dass Bildschirme und Abläufe entstehen, die im tatsächlichen Betrieb nicht passen, wenn alle Anforderungen vorab festgelegt und erst danach entwickelt werden.

Deshalb haben wir uns für ein Vorgehen entschieden, bei dem die Geschäftsprozesse strukturiert und Bildschirme frühzeitig als Prototypen umgesetzt werden, während die Entwicklung durch wiederholte Abstimmung und Anpassung mit den Beteiligten voranschreitet.

Statt eines großen Entwicklungsteams arbeitete ein kleines Team, das Konzeption, UI und Umsetzung übergreifend verantwortet. So blieben Entscheidungen und Verbesserungszyklen kurz.

Anstatt bestehende Abläufe lediglich auf dem Bildschirm nachzubilden,

  • Welche Aufgaben ich aktuell bearbeiten muss
  • Welche Schritte als Nächstes anstehen
  • Wer wartet gerade auf die Freigabe?
  • Welche Arbeiten sind für welche Kanäle bereits abgeschlossen?

Die Struktur ist so angelegt, dass Nutzer diese Fragen auf einen Blick beantworten können.

Mehrere Rollen und Kanäle in einer UI verwalten

Im TSH nutzen Anfragesteller, externe Redaktionsbüros, interne Betriebsteams und Chefredakteure dasselbe System, jeweils mit unterschiedlichen Aufgaben.

Da jede Rolle andere Informationen benötigt und unterschiedliche Berechtigungen hat, werden Inhalte und Bedienmöglichkeiten rollenbasiert angezeigt.

Zudem lassen sich Kanäle wie X, Facebook, Instagram, TikTok, LINE, PR und Newsletter gemeinsam verwalten, wobei kanalspezifische Eingabefelder und Vorgaben berücksichtigt werden.

Für jedes Projekt wird der Fortschritt

Materialeingang → Testveröffentlichung → Freigabe durch das Betriebsteam → Freigabe durch den Anfragesteller → Freigabe durch den Chefredakteur → Doppelprüfung → Veröffentlichung → Nachkontrolle nach Veröffentlichung → Berichterstellung

dargestellt, sodass der Abschluss oder Offenstand von Arbeiten pro Kanal sofort erkennbar ist.

Flexible Freigabe- und Austauschfunktionen, angepasst an den Betrieb vor Ort

Ein Merkmal von TSH ist der Freigabeprozess mit Platzhaltermaterial.

Auch wenn das endgültige Material noch nicht fertiggestellt ist, können Prüfung und Freigabe bereits mit Platzhaltermaterial vorgezogen werden. Nach Fertigstellung des endgültigen Materials lässt sich dieses austauschen, ohne den bisherigen Freigabestatus zu verlieren. So können Produktion und Freigabe parallel laufen.

In gängigen Workflow-Systemen ist nach einem Austausch nach der Freigabe häufig eine erneute Einreichung erforderlich. TSH wurde dagegen für die Änderungen und Austausche ausgelegt, die im täglichen Social-Media-Betrieb regelmäßig anfallen. Die Struktur erlaubt flexible Aktualisierungen bei gleichzeitiger Beibehaltung des Verlaufs.

Fortschrittsübersicht und Benachrichtigungen

Dashboard und Projektdetailansicht zeigen den Fortschritt jedes Projekts getrennt nach Medium an.

Die einzelnen Schritte – Materialeingang, Testupload, Freigabe, Doppelprüfung, Kontrolle nach der Veröffentlichung und Berichtserfassung – werden übersichtlich dargestellt, sodass auf einen Blick erkennbar ist, wie weit ein Projekt fortgeschritten ist.

Überschreiten Eingaben die Vorgaben des jeweiligen Mediums oder fehlen erforderliche Angaben, werden Sie im System angezeigt und per E-Mail benachrichtigt.

Dadurch wird

  • der Status zugewiesener Projekte jederzeit nachvollziehbar
  • Verhindert fehlende oder vergessene Anlieferungen und Freigaben
  • Reduziert Nacharbeit durch Prüfungen und Rückläufer
  • Verringert Missverständnisse zwischen den Beteiligten

unterstützen wir.

Von der Veröffentlichung bis zur Erfolgsmessung in einer Lösung

Nach der Veröffentlichung können Sie die Ergebnisse Ihrer Kanäle für SNS, PR und Newsletter direkt in TSH einsehen.

Reichweite, Impressionen und Interaktionen pro SNS-Kanal sind in Übersichts- und Detailansichten einsehbar. Filterung nach Projektname, Veröffentlichungsdatum, Verantwortlichem und Kategorie sowie CSV-Export werden unterstützt.

In der Berichtsdetailansicht sehen Sie Beitragsvorschau und Ergebnisse gleichzeitig. So können Sie die Erkenntnisse direkt für die nächste Planung und Entscheidungen zu Beiträgen nutzen.

Ergebnisse

Für eine Betriebsplattform mit über 200 Nutzenden

Seit dem Launch wird das System von über 200 Beteiligten genutzt, darunter mehrere Abteilungen und das Betriebsbüro (Stand: 21. August 2026).

Nutzerinnen und Nutzer mit unterschiedlichen Rollen und Aufgaben teilen den Fortschritt von Projekten im selben System. Dadurch wurden Informationen und Kommunikation, die zuvor verteilt waren, in einem einzigen Geschäftssystem zusammengeführt.

Die Bildschirmstruktur orientiert sich am tatsächlichen Betriebsablauf, und die UI erleichtert es, die jeweiligen Aufgaben nachzuvollziehen. Dafür haben wir von den Betriebsverantwortlichen durchweg positives Feedback erhalten.

Die Ansprechpartner bei Toyota Konic Pro Co., Ltd. haben das Projekt insgesamt geleitet und ihre Praxiserfahrung sowie Rückmeldungen aus dem Feld aktiv eingebracht. Diese flossen laufend in die Entwicklung ein.

Zudem haben sie innovativen Ansätzen und neuen Technologien sowie Entwicklungsmethoden offen gegenübergestanden und dem Entwicklungsteam so Raum für flexible Experimente geschaffen. Dieses enge Zusammenspiel und die schrittweise Verfeinerung durch Versuch und Anpassung haben unseres Erachtens zu dem heute nutzerfreundlichen System und dem reibungslosen Betrieb beigetragen.

Projektverantwortlicher
TOYOTA CONIQ Pro, Inc.
Projektverantwortung
Toyota Konic Pro Co., Ltd. – Takamoto / Oshima / Yuasa
Chief Technical Director / Chief Engineer
Liberogic – Otsuka
Technical Director
Liberogic – Ise
Ingenieur
Liberogic Matsuzuka
UI/UX-Designer
Liberogic Nagahashi
Director
Liberogic Shigeta
Projektmanager
Liberogic Morimoto
Firmen- und Dienstleistungsnamen
Toyota Motor Corporation TOYOTA Social Hub
URL
Nicht öffentlich